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Das Problem ist so alt, wie der öffentliche Schülertransport in Bussen in Deutschland. Schon die Generation vor uns kennt das Gerangel um die nicht ausreichenden Sitzplätze, die wackelige Enge und das Gedränge im Busgang, wenn man wieder einmal den Kürzeren gezogen und keinen Platz abgekriegt hat. Bekannt ist auch, dass in übervollen Bussen schneller schlechte Stimmung herrscht, die dann auch mal an den (schwächeren) Mitfahrern ausgelassen wird. Schließlich kann der Busfahrer in dieser Situation nicht viel sehen und eingreifen – fahren muss er ja auch noch.
Hinzu kommt bei einem übervollen Bus die mangelnde Sicherheit:
>> nicht auszudenken, was mit den im Gang stehenden Kindern passieren könnte, wenn der Busfahrer nur einmal stärker bremsen muss - geschweige denn einen Unfall hat . . .<<
„Da mussten wir auch durch, warum sollte es also für unsere Kinder anders sein?“, hört man oft ein wenig resigniert, wenn man mit anderen Eltern spricht.
Wir resignieren nicht, wir wollten die Situation ändern. Wir - das ist eine Gruppe von Eltern aus dem Landkreis Uelzen in Niedersachsen.
Was wir wollen:
1. Sitzplatzgarantie & Anschnallgurt. Wir wollen, dass jedes Kind im Schulbus einen Sitzplatz bekommt und angeschnallt zur Schule transportiert wird. Anders fahren wir mit unseren Kindern schließlich auch nicht im Auto.
2. Weniger Übergriffe auf Schwache. Die Sicherheit ist das eine, aber auch die Frage der Auseinandersetzungen, Drangsalierungen und Übergriffe im Schulbus, die zur Folge haben, dass Kinder unter einen immensen psychischen Druck geraten, entschärft sich, wenn alle Kinder sitzen müssen.
3. Zusammenschluss zu einer bundesweiten Initiative. Wir wollen, dass unsere Kinder gern zur Schule kommen und Spaß haben am Lernen. Das geht nicht, wenn die morgendliche Busfahrt zum Horrortrip wird. All das ist nicht neu und kein spezielles Problem im Landkreises Uelzen und wir sind auch nicht die einzigen Eltern die bislang initiativ geworden sind. Wir meinen, dass nur eine Lösung auf überregionaler Ebene Sinn macht und wollen uns deshalb mit anderen Elterninitiativen verbünden.
4. Bewegung in den Gemeinden. Das Argument der Gemeinden und Kreise gegen unser Ansinnen ist stets: „zu teuer.“ Wir sagen: es ist alles eine Frage der Prioritätensetzung! Wenn ein sicherer Schülertransport auf kommunaler Ebene nicht zu regeln ist, dann müssen eben Verordnungen von oben her, die die Kommunen anweisen jedem Kind einen Sitzplatz zur Verfügung zu stellen.
Bisherige Aktionen:
Wir sind mit Landes- und Kreispolitikern gemeinsam Bus gefahren, morgens in einem überfüllten Schulbus, mit stehenden Kindern, örtlicher Presse und einem Fernsehteam. Die meisten Politiker haben den Handlungsbedarf anerkannt, argumentieren aber mit leeren Kassen.
Nun versuchen wir genug öffentlichen Druck aufzubauen.
Unser Ziel:
Ein Gesetz auf Bundesebene, das die Sicherheit in Schulbussen (Sitzplatz & Anschnallgurt) auf Überlandfahrten für das gesamte Bundesgebiet verbindlich regelt.
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